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er, und überzeugte dadurch sich selbst von seiner Uneigennützigkeit. Gleich darauf gab er dem undeutlich gefühlten Wunsch nach, sie in Freundeshänden zu wissen.

„Wenn Hoheit sie einer praktischen Persönlichkeit übergaben … zum Beispiel der Fürstin Cucuru…“

„Praktisch ist sie … Ich will sie lieber der Eontessa Blà geben.“

Piselli stand dabei, als die Blà die Verwaltung des Geldes übernahm. Er zählte die Banknoten, mit geübten Fingern. Es war nicht mehr viel. Die Briefe und Belegstücke stimmten nicht zusammen. Piselli erklärte kurzer Hand alles für ordnungsgemäß, ohne Pavic anzublicken, der errötend wegsah. Zum Schluß trat er, noch in Anwesenheit der Herzogin, frei und ritterlich auf den gewesenen Geschäftsführer zu.

„Lieber Freund, wenn Sie etwa noch Forderungen an die Kasse haben … Sie wissen, wir erledigen das freundschaftlich.“

Das unbekümmerte Gebühren eines bedeutenden Finanzmannes stand Piselli zum Entzücken. Die Herzogin verzieh seiner Anmut die Leerheit der Kasse. Die 3M hatte nichts zu verzeihen; sie fühlte sich in seiner Schuld, weil er da war.

Kurz darauf erschien Pavic mit einer rettenden Nachricht. Ein dalmatinischer Flüchtling in Rom, ein Schuster, hatte einen Brief erhalten von seinem Vetter, einem Viehhändler, dem ein jüdischer Wucherer in Ragusa gesagt hatte, er wolle der Herzogin so viel

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