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Sie schwebte gerade über einem breiten Wassergraben. Die Hufe zitterten, senkten sich und gruben sich drüben ins Erdreich. Della Pergola, gelähmt vom Schrecken über ihr Wort, starrte ihr nach. Er wollte halten. Im letzten Augenblick packte ihn die Angst vor Selbstverachtung, und er schlug mit der Reitpeitsche darauf los. Den Graben hatte er noch kaum bemerkt.

Plötzlich lag er ausgestreckt in der flachen Pfütze, mit dem Kopf auf dem schrägen Wall, und sah hoch oben durch das Blau, gläsern leuchtend wie Blau auf bemalten Scheiben, eine Schwalbe streichen.

Pavic sah nur, daß die Herzogin jenseits eines Grabens zu verschwinden drohte. Er keuchte: „Einen Augenblick!“, spornte sein Pferd und schloß die Augen. Er war sehr verwundert, als er sich drüben befand, zur Seite seiner Herrin und ohne den Journalisten.

Della Pergola raffte sich auf, die Lippen gepreßt; er flüsterte sich heimlich zu, mehrmals nacheinander:

„Nur ruhig, um Gotteswillen ruhig. Wir werden ja sehen.“

Er kletterte den Grabenrand hinauf, zog seinen roten Rock aus und versuchte ihn vom Schlamm zu säubern. Auf einmal blickte er auf.

„Das heißt eine Fuchshetze! Der Fuchs bin ich gewesen, ich ahnungsloser Knabe! Sie hat mich gejagt und zur Strecke gebracht. Sogar ihr fettiger Liebhaber durfte ihr dabei helfen. So ist es…“

Weit dahinten bewegte sich ihr verkleinerter Umriß

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