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Bürschlein. „Was tust du denn! Fort!“ — und es zog ihm den Kopf in den Nacken, das Genick würde es ihm gebrochen haben. „Zu dir!“ verlangte es. „In das Haus B!“ Und da sie an einen Stein stießen, fiel es wieder in Ohnmacht.

Balrich gehorchte und nahm einen Umweg, es kostete die halbe Nacht. Umstellt der Wald, die Straße, alles, nur nicht die Kasernen. Wen sollten sie hier suchen. Noch niemand war heimgekehrt; sogar das Tor stand offen. Sanft legte er das Bürschlein auf sein Bett, stand davor und faltete die Hände. Er fühlte: „Das ist nun ein Held. Denn wer zwang ihn, und was ging es ihn an … Sind so die Helden? Dann können wir Armen auch das nicht sein.“

Da stand er und sah den Knaben an, als habe nicht er ihn die halbe Nacht getragen und hier gebettet, sah ihn an unter gefalteten Brauen, — bis er aufschrak und eilends daranging, den Schlafenden zu verbinden. Es war geschehen. Nun sagte Balrich vor sich hin: „Ist siebenzehnjährig, ist reich, und geht mit uns Armen, uns Verzweifelten.“ Hierauf, mit noch geschlossenen Augen, fragte das Bürschlein:

„Verzweifelt? Warst du nicht glücklich?“

Balrich antwortete: „Ja; wie man glücklich ist,

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