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Aber es nützte ihm nichts; schon war er umringt, seine Arbeiter waren herbeigeholt, und er ward beglückwünscht und gerühmt, bis er vor Stolz weinte und den Arbeitern auch noch Wein gab.

„Und seit zwanzig Jahren nennt man ihn einen Geizhals“, sagte Frau Camuzzi, sanft zischelnd. „Wie viele Vorurteile müssen wir ablegen, arme Unwissende, die wir sind. Ich meinesteils halte eine Komödiantin für meinesgleichen.“

Sie umarmte Italia, und man klatschte. Die Mägde Fania und Nanà riefen umher, daß der armen Komödiantin alle Kleider verbrannt seien. Ringsum wallte es auf vor Mitleid; Frau Nonoggi war sogleich mit einer Winterjacke da, Frau Acquistapace mit einem Rock: „Möge er Euch Glück bringen, ich habe ihn öfter in der Kirche getragen als im Theater;“ — und Mama Paradisi zog schon die Nadeln aus ihrem neuen Riesenhut. Ihre Hände zitterten dabei, aber obwohl man Einspruch erhob, er sei der Stolz der Stadt, beharrte sie bei ihrem Opfer: Italia mußte ihr erst weinend in den Arm fallen.

„Wie wir alle gut sind!“ sagte Frau Camuzzi.

„He! Freund Giovaccone!“ — und der Gevatter Achille wühlte sich hindurch. „Ich habe wohl gesehen, daß der Dummkopf von Savezzo dir einen Strega-Likör ausgeschüttet hat, und kann mir denken, daß es deine einzige Flasche war. In einem Geschäft wie meinem gibt es mehr davon; da hast du eine, ich helfe dir aus. Man muß vernünftig sein, die Stadt wird uns beide nähren.“

„Alle glücklich!“ — und der Herr Giocondi kniff seine Frau in die Wange, so daß sie müde lächelte. „Unsere Töchter werden Männer bekommen, denn in meiner denkwürdigen Unterredung mit Don Taddeo hat er mir versprochen, euch welche zu verschaffen. He, was sagt ihr zu eurem Vater, der an nichts denkt als nur an euch?“

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