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ganz hinten eine freie Droschke erster Klasse gefunden hatten, fragte Kaflisch:

„Wo wohnen Sie denn?“

Andreas rief seine bescheidene Adresse, die ihm jetzt mit seiner socialen Stellung in schreiendem Widerspruch zu stehen schien, voll Ingrimm dem Kutscher zu. Der Journalist bat sich eine Cigarette von Andreas aus. Während er sie anbrannte, erkundigte er sich:

„Nun, wie gefallen Ihnen Türkheimers?“

„Ein recht nettes Haus,“ meinte Andreas.

„Nicht wahr? Man ißt, spielt, und mopst sich nicht mehr als unbedingt nötig. Ungeniert, mit freiem Eingang vom Flur, das ist die Hauptsache. Das übrige kann uns doch gleich sein.“

„Wieso?“ wollte Andreas fragen, doch besann er sich. Es fiel ihm wieder ein, was er über sein Verhältnis zu Adelheid mit sich ausgemacht hatte. Frau Türkheimer war nicht auf eine Liebesiusel zu entführen. Sie würde aus der Umgebung des Tiergartens schwerlich herauszuheben sein, man mußte durchaus das Terrain kennen. Andreas machte sogar schon auf eine Stellung im Hause Anspruch, die ihm gewisse Pflichten und Rechte auferlegte. Dabei wußte er aber noch kaum, was das für ein Haus war.

„Türkheimer muß schauderhaft viel Geld haben,“ bemerkte er. Kaflisch hüllte sich in Rauchwolken.

„Na, es geht,“ sagte er. „Was er der Regierung von Puerto Vergogna nicht abgegeben hat, das hat er selbst behalten.“

„Puerto Vergogna?“ fragte Andreas.

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