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„Ach ich meine man bloß. Habe ich was gesagt?“

„Wenn du deine Geheimnisse hast —“

„O, du mißverkennst mich. Es is man, daß ich meinen Märchenprinzen eegal nich finden kann.“

„Noch immer! Und nach solchem Dummkopf suchst du ganze Stadtviertel ab?“

Er schritt ärgerlich durch das Zimmer. Sie sah ihm nach, mit kleinen, spöttischen Augen.

„Ich kenne zwar Dümmere.“

„Wer ist dümmer?“

„Gewisse Leute sind wohl reichlich so dümmer.“

Aufgebracht kam er auf sie zu: sie zeigte sich tapfer:

„Auf meine Ideale lasse ich nischt kommen. So bin ich mal, es liegt in der Familie.“

„Ich dachte, du hättest ihn längst gefunden,“ bemerkte er schroff.

„So? Un wann denn?“

„Ich selbst habe ihn dir doch vorgeführt, auf deinem Maskenfest.“

„Ach! Es is woll nich an dem.“

„Du warst damals ganz entzückt, du fandest mich sehr schön.“

„Ich habe ja nischt dagegen. Du bist ja auch ’n Aas uf de Baßgeige, aber es is doch nich an dem, schon weil deine Schenkel zu mager sind.“

„Wenn du dir nicht gerade nach meinen Beinen die Augen aus dem Kopf geglotzt hättest!“

„Er ahnt es nich! Die Tricots schlotterten ja!“

„Sie schlotterten nicht!“

„Woll schlotterten sie!“

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