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„Krepieren Sie doch!“

Rustschuk machte einen kleinen Sprung.

„Warum denn? Sie werden selber noch ganz zufrieden damit sein, daß ich auf der Welt bin. Ich will ja nicht von Ihnen verlangen, daß Sie mir die Herzogin verschaffen — obwohl Sie’s ganz gut könnten.“

„Könnte ich? O, gehen Sie fort, schnell, ich fühle, ich werde sonst etwas thun, was ich mein Lebtag nicht verwinden würde!“

„Ich habe gehört, Sie haben nicht viel Geld. Wie viel ,wollen Sie? Sie brauchen Ihre Freundin doch bloß anzuregen und mich rechtzeitig holen zu lassen. Machen Sie ihr Mitleid mit mir!“

„Gehen Sie, gehen Sie!“ stöhnte Nino, zwischen zusammengebissenen Zähnen, warnend, und voll Furcht vor sich selber.

„Was verlange ich denn groß? Eine schöne Cocotte giebt man sich unter guten Freunden weiter, nicht wahr? Und wo ist hier der Unterschied, junger Mensch? Wew> diese Herzogin kein Geld hätte, was wäre sie dann?“

Er kreischte auf, denn Ninos Fuß war schon in der Luft und auf dem Wege nach seinem Bauche. Aber Nino riß sich zurück. Er bedeckte die Augen mit beiden Händen.

„Entfernen Sie sich,“ flehte er. „Wenn ich die Augen öffnete, und Sie wären noch da —“

„So’n junger Mensch; ist denn gar nicht vernünftig mit ihm zu reden?“ stotterte Rustschuk und

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