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Sie brachen nach Viareggio auf. Pardi hielt sie noch einen Abend in Florenz zurück, obwohl Mai gern ihre Sachen ausgepackt und Lola lieber am Meer als in der heißen Stadt geschlafen hätte. Aber er erklärte, es würde nicht gut aussehen, wenn er mit fremden Damen so spät noch ankäme. Auch das Hotel zum Übernachten wählte er ohne Rücksicht auf ihre Wünsche. Zuvorkommend und bestimmt brachte er sie in eins, wo sie bessere Bedienung und ein gediegeneres Publikum finden würden. Bevor er sich verabschiedete, um in sein eignes Haus schlafen zu gehen, empfahl er sie dem Hotelier. Er, der Conte Pardi, sei verantwortlich für die Damen.

„Hast du nicht auch den Eindruck?“ sagte Lola nachher zu Mai. „Wenn wir jetzt abreisen wollten, würde man ihn holen und uns vorher gar nicht fortlassen.“

„Eigentlich ist es ganz hübsch hier,“ antwortete Mai; und Lola dachte, klarer als Mai: „Einmal nicht allein über sich bestimmen; nicht mehr gar so frei sein und überall hingehen dürfen, ohne daß etwas darauf ankommt: beinahe tut es wohl…“

Dennoch geriet sie noch vor der Weiterfahrt mit Pardi aneinander. Sie mußte aus einem Coupé wieder aussteigen; ein Paar hatte darin gesessen, dessen gesetzliche Zusammengehörigkeit Pardi leugnete.

„Aber Sie werden jetzt schrecklich!“

„Ich bin für Sie verantwortlich! Sie kompromittieren mich!“

Lola war fassungslos. Mai äußerte schüchtern:

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